Wissen Sie überhaupt, wie groß Ihr Netzwerk schon ist?

Jeden Tag gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten, sein eigenes Netzwerk weiter auszubauen. Sie haben keins, sagen Sie? – Oder Sie denken gerade nur an den Beruf? Dann ist es höchste Zeit, dass Sie sich bewusst werden, dass Ihr Netzwerk sehr viel größer ist, als Sie es auf dem Schirm haben:

  • Da ist zum einen die eigene Familie.  Wo das Verhältnis idealerweise von Jahr zu Jahr immer intensiver und vertrauensvoller wird.  Da man sich schon sehr lange kennt. Sehr viel voneinander weiß (mehr, als einem manchmal lieb ist). Und in den verschiedensten Lebenslagen zueinander gestanden hat. Denken Sie bitte auch an die erweiterte Familie oder die Familie Ihres Partners/Ihrer Partnerin … oder sogar der*des Ex.
  • Da sind Kinder- und Jugendfreundschaften. Diese haben Sie schon früh geschlossen. Und selbst wenn der Kontakt nicht so intensiv oder sogar eingeschlafen ist: Das sind Menschen Ihres Netzwerks!
  • Es gibt zahlreiche Kontakte in Ihrem privaten Lebensbereich, mit denen Sie gar nicht so viel zu tun haben – die Sie aber kennen. Der Nachbar, der bei XY arbeitet. Der Arzt, dessen Tochter Connections zu Z hat.
  • In der Schule, Ausbildung und im Studium haben Sie Kontakte geknüpft. Und auch hier braucht es oft eine kleine Erinnerung. Hier ist jeder Mensch gemeint, mit dem Sie in Kontakt gekommen sind. Keineswegs nur engere Freundschaften. Der Erdkundelehrer ist genauso gemeint wie die Kommilitonin, mit der Sie in der WG gewohnt haben oder der Prof. im Fach X.
  • Je mehr wir ins Berufsleben einsteigen, umso mehr Kontaktpunkte werden wir haben. Mit Kolleg*innen in der gleichen Abteilung, im Unternehmen bei bereichsübergreifenden Projekten, auf Messen mit Kunden und Vertretern anderer Unternehmen, und und und. Nicht selten kommen wir in diesen Gesprächen auch auf Personen zu sprechen, die gar nicht anwesend, aber mehreren auf anderen Wegen bekannt sind. Alles in allem ein weit verzweigtes Netzwerk, wo jeder wen kennt und es sehr viele gemeinsame Knoten und Anknüpfungspunkte gibt.

Soweit die Tatsachen, doch jetzt wird es spannend. Sind Sie sich der Größe Ihres Netzwerkes bewusst? Wahrscheinlich nicht, denn die ganzen Menschen, die Sie kennen, sind Ihr passives Netzwerk. Auf das gesamte Netzwerk auf die Schnelle zu schauen, macht nicht nur wenig Sinn, sondern es ist auch nicht ohne weiteres möglich, alle Verbindungen auf einen Blick zu erkennen.

Praktische Frage: Ihr Netzwerk für ein bestimmtes Ziel

Nehmen Sie sich doch direkt mal die Zeit, gezielter auf Ihr Netzwerk zu schauen.

Sein Netzwerk aktiviert man immer dann, wenn man etwas braucht [link zum ersten Text mit Mentor, etc.] – z. B. eine Auskunft, einen Rat oder man hat ein spezielles Ziel, etwa:

  • Wie erreiche ich meine erste Führungsposition bzw. die nächste Führungsebene in meinem jetzigen Unternehmen?
  • Wer hat persönlichen Kontakt zu einem Personaler in einem High-Tech-Unternehmen in Finnland?
  • Wie könnte ich Quereinsteiger in Branche XY werden?
  • Wer kennt sich mit Förderprogrammen für … aus?

Unabhängig für welches Ziel oder Thema Sie Ihr Netzwerk nutzen wollen, probieren Sie folgende Vorgehensweise aus:

Schritt 1:

Überlegen Sie sich, welche Frage oder welches konkrete Ziel Sie derzeit haben und schreiben Sie es oben auf ein großes Blatt Papier, so dass Sie Ihre Frage immer vor Augen haben.

Schritt 2:

Jetzt schreiben Sie Ihren Namen in die Mitte …, es geht ja schließlich um Sie.

Schritt 3:

Überlegen Sie, wer Sie alles beim Erreichen Ihres Ziels unterstützen könnte – denken Sie bitte nicht nur an das endgültige Ziel! Unterstützen heißt: Wer kann etwas beitragen, mich weiterbringen?

Diese Namen, es sollten mindestens sieben sein, schreiben Sie rund um Ihren Namen auf das Blatt.

Je nach Fragestellung werden Sie sich automatisch als erstes in einen bestimmten Netzwerkbereich bewegen:

  • Wollen Sie die nächste Führungsposition erreichen, werden Sie bei dieser Fragestellung als erstes an Ihre Kolleg*innen und Führungskraft im Unternehmen denken. Doch schauen Sie dabei auch über den Tellerrand in andere Unternehmensbereiche oder andere Führungsebenen. Wen kennen Sie dort, der Sie beim Erreichen Ihres Ziels unterstützen könnte? Das können Kolleg*innen sein, mit denen Sie schon jahrelang zu verschiedenen Themen zusammengearbeitet haben, aber auch Führungskräfte und sogar die Vorgesetzten Ihrer Führungskraft, die Sie kennen.
  • Wollen Sie das Unternehmen wechseln, dann überlegen Sie, wen Sie aus der neuen Firma schon in Ihrem Netzwerk haben oder wen Sie noch kennen, z. B. ehemalige Kollegen, externe Mitarbeiter oder Lieferanten, die in die zukünftige Wunschfirma Kontakte haben könnten.

Berücksichtigen Sie unabhängig von der Frage immer auch Ihre anderen Netzwerkbereiche, wie Familie, Freunde und Bekannte, die ihrerseits wieder Menschen kennen, die Sie nicht immer alle im Blick haben können. Die einen sind gute Multiplikatoren, um Ihr Ziel zu verbreiten, die anderen haben Kontakte, von denen Sie wissen, dass sie hilfreich für Ihr Anliegen sind.

Wenn Sie mit einer konkreten Fragestellung überlegen, werden Sie staunen, wie viele Kontakte Sie haben, die Sie weiterbringen können – auch wenn es nur um die berühmten sechs Ecken ist!

Wollen Sie die Methode für Ihr Anliegen nutzen und die sich daran anschließenden Schritte direkt mit ausprobieren? Mehr Informationen dazu können Sie hier anfordern: office@3e-netzwerk.de